Pfarrkirche St. Petrus in Deuchelried

Die Kirche wurde mehrfach umgestaltet. Der gotische Chorraum stammt von 1465/67. Der romanische Turm, der 1728 nach einer Reparatur sein heutiges Aussehen mit der spitzigen Haube bekam (übrigens gegen den Willen des Ordinariats, dem die Turmsitze zu teuer und zu aufwändig erschien). 1966 wurde das Kirchenschiff abgerissen, neu und größer gebaut und mit einem Seitenschiff versehen. Teile der alten Ausstattung, etwa die geschnitzten Rosenkranzmedaillons und andere Ausstattungssücke des vormaligen Schiffes wurden wiederverwendet. Leider wurde dabei neben den Seitenaltären auch das erste Werk des Gebhard Fugel in unserer Region von 1869 zerstört. Es stellte im Deckenbild die Verkündigung des Petrus am Pfingsttag dar. 

Ein Deuchelrieder Schmuckstück

Die Deuchelrieder Mondsichelmadonna ist voller Schwung. Die schaffende Hand ist nicht  geklärt, wenn auch immer wieder der gebürtige Bregenzer Bildhauer Franz Anton Kuen (1679–1742) mit der Immaculatafigur in Zusammenhang gebracht wurde.

Die Lourdes-Grotte

Am 8. August 1897 wurde von der damaligen Adlerwirtin Kreszentia Bodenmiller die Lourdesgrotte gestiftet. Diese befindet sich am sogenannten "Grottenbuckel", also am Aufgang des Berges, wenn man Richtung Watt fährt.

Die Marienstatue wurde in der Maier´schen Hofkunsthandlung in München gekauft. Die Grotte selber wurde von dem aus Tettnag stammenden Steinhauermeister Bruder aus Tuffstein geschaffen, der bis vom Bäratal (nahe Beuron an der Donau) hergeschafft wurde. Auch wurde ein Gitter gemacht (Schmiedemeister Merath aus Deuchelried), sowie eine Wasserleitung verlegt. Insgesamt wurden für die Anlage, incl. des 2 Jahre später enstandenen Kreuzweges 6000 Goldmark ausgegeben, was zu dieser Zeit eine enorme Summe darstellte. 

Als Witwe vermachte Kreszentia Bodenmiller die Anlage der Kirchengemeinde, die sie bis heute im Mai an jedem Montagabend und von Juni bis September an jedem Sonntagabend mit Gebet füllt. Am Grottenfest tritt sogar immer ein "Grottenchörle" zusammen, die mit einer Abordnung der Musikkapelle und vielen Gläubigen den Ort als einer des Gebets mit Leben und Musik erfüllt.